Nichtraucher-App oder Hypnose: Was hilft wirklich beim Rauchstopp?
Sowohl Nichtraucher-Apps als auch Hypnose können beim Rauchstopp unterstützen. Beide Methoden verfolgen jedoch grundlegend verschiedene Ansätze. Apps begleiten Sie über mehrere Wochen mit täglichen Übungen und arbeiten an Ihrem Verhalten. Hypnose setzt direkt am Unterbewusstsein an und kann bereits in einer einzigen Sitzung wirken. Welche Methode besser zu Ihnen passt, hängt von Ihrer persönlichen Situation und Ihren Vorlieben ab.
Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 127.000 Menschen an den Folgen des Rauchens (Quelle: BZgA, 2024). Gleichzeitig wünschen sich die meisten Raucher, endlich aufzuhören. Im Durchschnitt braucht es sechs ernsthafte Versuche, bis der Rauchstopp dauerhaft gelingt. Umso wichtiger ist es, von Anfang an die Methode zu wählen, die wirklich zu einem passt.
Das Wichtigste in Kürze
So funktionieren Nichtraucher-Apps
Nichtraucher-Apps wie die NichtraucherHelden-App, Smoke Free oder Rauchfrei Lite setzen auf kognitive Verhaltenstherapie. Das bedeutet: Sie lernen über einen Zeitraum von etwa drei Monaten, Ihre Rauchgewohnheiten zu hinterfragen und durch neue Verhaltensmuster zu ersetzen. Die App erinnert Sie täglich an Ihre Ziele, zeigt Fortschritte an und gibt Tipps für schwierige Situationen.
Studien zeigen, dass Apps die Erfolgsquote beim Rauchstopp verdoppeln können. In einer klinischen Untersuchung schafften rund 30 Prozent der App-Nutzer den dauerhaften Ausstieg, verglichen mit etwa 13 Prozent ohne digitale Unterstützung (Quelle: Sanero Medical, 2024). Die Stiftung Warentest bewertete evidenzbasierte Programme als empfehlenswert.
Ein weiterer Vorteil: Zertifizierte Nichtraucher-Apps sind als digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) zugelassen. Das bedeutet, dass gesetzliche Krankenkassen die Kosten auf Rezept übernehmen.
So funktioniert Hypnose zur Raucherentwöhnung
Bei der Hypnose versetzen erfahrene Therapeuten Sie in einen entspannten Trancezustand. In diesem Zustand ist das Unterbewusstsein besonders aufnahmefähig. Der Therapeut kann gezielt an den inneren Überzeugungen arbeiten, die Sie bisher ans Rauchen gebunden haben. Ziel ist es, dass das Verlangen nach Zigaretten dauerhaft verschwindet.
Die oft zitierten Studienergebnisse zur Hypnose (etwa 15 bis 18 Prozent Langzeiterfolg laut Cochrane-Review) sind nur bedingt aussagekräftig. Sie fassen sehr unterschiedliche Hypnosemethoden zusammen, von Gruppensitzungen bis zu Einzelbehandlungen mit verschiedenen Techniken. Die Qualität der Hypnose und die Erfahrung des Therapeuten spielen eine entscheidende Rolle.
„In meiner Praxis führe ich vor jeder Sitzung ein ausführliches Telefongespräch. So kann ich einschätzen, ob Hypnose der richtige Weg ist, und die Behandlung individuell vorbereiten. In Kombination mit der bewährten englischen Methode erlebe ich, dass viele Klienten bereits nach einer einzigen Sitzung dauerhaft rauchfrei bleiben.“
– Heidrun Glenz, Hypnosetherapeutin und Raucherentwöhnungsspezialistin in Oldenburg
Für wen eignet sich welche Methode?
Die Entscheidung zwischen App und Hypnose ist keine Frage von „besser“ oder „schlechter“. Es geht darum, was zu Ihrer Persönlichkeit und Lebenssituation passt.
Entscheidungshilfe: App oder Hypnose?
Manche Menschen kombinieren auch beide Methoden. Eine Hypnosesitzung kann den inneren Schalter umlegen, während eine App in den folgenden Wochen zusätzliche Unterstützung bietet.
Der erste Schritt zu Ihrem rauchfreien Leben
Ob App oder Hypnose: Entscheidend ist, dass Sie den Weg wählen, der sich für Sie stimmig anfühlt. Ein persönliches Gespräch kann helfen, Klarheit zu gewinnen. In der Praxis Aureus in Oldenburg berät Heidrun Glenz Sie gern telefonisch und unverbindlich zu Ihren Möglichkeiten.